Gemeindebrief für Vielau Oktober / November / Dezember
Monatsspruch November
Der Herr wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Jesaja 2, 4
Viele Menschen denken, im Alten Testament geht es nur um das Volk Israel und einen strengen Gott, während es im Neuen Testament um den für alle Menschen gnädigen Gott geht. In diesem Kapitel bei Jesaja sehen wir, dass das so nicht richtig ist. Jesaja hat eine Vision, dass alle Völker sich am Ende der Zeit dem Gott Israels zuwenden und dass ewiger Friede kommen wird.
Dies gilt allerdings nur für das Reich Gottes. In dieser Welt werden wir das nicht erreichen, sondern die Nationen führen immer wieder Krieg gegeneinander. Im Rest des Kapitels wird erklärt, dass dies mit Aberglaube, Hochmut und Selbstgerechtigkeit zusammenhängt. Angesichts der düsteren Beschreibung unserer Welt also ein frustrierendes Kapitel?
Mitnichten! Einmal haben wir natürlich die Hoffnung auf Gottes letztes gutes Wort. Aber am Ende des Kapitels ermahnt und ermutigt uns Jesaja auch, uns einfach abzuwenden von allem negativen Trachten in dieser Welt und uns an dem Herrn zu orientieren, der allein für beständigen Frieden steht. So lasst uns in der nahenden Advents- und Weihnachtszeit von diesem Frieden erzählen und ein Stück davon gemeinsam erleben!
Der Kirchenvorstand
🎧 04.10.2026 – Erntedankfest
Predigt: Pfr. i. R. Pribul
Predigttext: 5. Mose 30,11-14


Ort der Begegnung
Ort der Stille
Ort für alle
Mithilfe einer LEADER-Förderung im fünfstelligen Bereich und tatkräftiger Ehrenamtlicher konnte die Freifläche des zur evangelisch-lutherischen Kirche Friedrichsgrün gehörigen Friedhofs auf nachhaltige Weise senioren- und behindertenfreundlich neu gestaltet und ein Mehrwert für die Bürger geschaffen werden.
Vorher …
Vor Beginn der baulichen Umsetzung im November 2025 fehlte es insbesondere an barrierefreien und befestigten Wegen, schnell erreichbaren Gießwasserquellen sowie einladenden Sitzgelegenheiten.


Auch die Schaffung eines senioren- und behindertenfreundlichen Zugangs zur Aussegnungshalle war ein Anliegen bei der Planung des Bauvorhabens.
LEADER-Förderung

Das Bauvorhaben konnte durch eine umfangreiche Förderung auf Grundlage der Förderrichtlinie LEADER – kofinanziert durch die Europäische Union – in Höhe von 68.868,80 € umgesetzt werden. Dies entspricht einem Fördersatz von 80 % der förderfähigen Gesamtkosten von 86.086 €.

Übergabe Zuwendungsbescheid
v.l. Bürgermeister Steffen Ludwig, Landrat Carsten Michaelis,
Klaus Roth – langjähriges ehemaliges Kirchenvorstandsmitglied, Isabel Schauer – Regionalmanagement LEADER-Region Zwickauer Land, Enrico Nötzold –Kirchenvorstand, Christoph Geyer – Kirchenvorstand
Nachher …
Nach umfangreichen Tiefbauarbeiten begann im November 2025 die Umsetzung des Bauvorhabens. Ein Schwerpunkt war hierbei die Befestigung der Wegverbindung von der Thomas-Mann-Straße zur Kirche und zur Aussegnungshalle.


An den neuen Schaukästen können sich Friedhofsbesucher über Veranstaltungen und Wissenswertes aus der Gemeinde informieren.
Durch den Einbau einer Regenwasserzisterne sind auf nachhaltige Weise schnell erreichbare Gießwasserquellen entstanden.
Kleine Sitzecken und – hier zu sehen – eine „Stätte der Begegnung“ laden zum Verweilen, Austausch mit anderen Friedhofsbesuchern oder einfach zum Innehalten ein.

Für die erhaltene finanzielle Förderung, die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Baufirmen und für alle ehrenamtlichen Helfer, die an unzähligen Tagen mit ihrer Planung und großem handwerklichen Geschick das Gelingen des Projektes ermöglicht haben, sind wir sehr dankbar.
Wir hoffen, dass hierdurch ein guter Ort für die Besucher des Friedhofs entstanden ist.
Gemeindebrief für Vielau September/Oktober
Monatsspruch September
Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6
Das Buch Prediger, oft auch bekannt unter der hebräischen Bezeichnung Kohelet (= Versammlungsleiter), wird auf den weisen König Salomo zurückgeführt. Die vielen hier niedergeschriebenen Weisheiten konzentrieren sich vor allem auf zwei Aussagen: 1. Bedenke bei allem, was du tust, deine Endlichkeit, d.h. nimm dich und dein Handeln nicht zu wichtig, nimm Gott wichtig. 2. Bedenke bei allem, was du tust, die Konsequenzen, d.h. sei dir deiner Verantwortung in deinen Handlungen bewusst.
In Kapitel 4 fragt sich Salomo, wie man sich verhalten soll im Angesicht eines Lebens mit viel Mühen und Bösem. Wir neigen dazu, mit Aktionismus die Mühen und das Böse zuzudecken. Wir schimpfen über die Politiker und regen uns über sonstige Verantwortungsträger auf. Wir zeigen den bösen Nachbarn an und legen uns mit diesem oder jenem „Deppen“ an. Wir kommentieren, kritisieren, streiten und haben natürlich immer Recht. Glücklicher werden wir dadurch allerdings nicht.
Mit Ruhe und Gottvertrauen kommen wir weiter, rät uns Salomo. Nicht dass wir untätig werden sollen. König Salomo rät sicher nicht, die Hände tatenlos in den Schoß zu legen. Wir dürfen mitdenken, kritisieren, auch klagen, im Einzelfall sogar anklagen – aber mit Bedacht! Alfonso aus Neapel hat den biblischen Rat sehr schön in ein Motto in einfacher Sprache gefasst: „Langsam … Attacke!“
Der Kirchenvorstand
🎧 30.08.2026 – 13. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Andreas Riedel
Predigttext: Apostelgeschichte 6, 1-7

